Die diesjährige SoR-SmC-Veranstaltung der neunten Klassen mit hohem Besuch

und vielfältigen Highlights
„Wusstet ihr eigentlich, dass morgen die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte 71
Jahre alt wird?“. So startete unsere Schülersprecherin Lea Koss die diesjährige SoR-SmC-
Veranstaltung der neunten Klassen. Zuvor hatten sich eine Vielzahl von SchülerInnen der
LMG via einer von der SV organisierten Video-Botschaft auf unterschiedlichsten Sprachen
gegen Rassismus ausgesprochen. Diese Botschaft wurde wenig später auch ohne Wenn und
Aber von unserem neuen SoR-SmC-Paten Mo Torres unterstützt. Dieser wurde gekonnt von
Lea und Moritz aus der 9.1. befragt. Hier erwies sich der 30-jährige Rapper aus Köln als
meinungsstark, wortgewandt, locker und auskunftsfreudig. Seine klare Botschaft: Lasst uns
doch über die Vorzüge von Vielfalt sprechen! Gesagt, getan: Der Rapper, der selbst in einem
bunten Veedel (Ehrenfeld) lebt und aufgewachsen ist, sprach von seinen eigenen
Erfahrungen: „Von meinen türkischen Freunden habe ich zum Beispiel gelernt, was es heißt,
gastfreundlich zu sein. Und von meinen bosnischen Freunden…keine Ahnung…vielleicht auch
zu viel gelernt.“, was die jungen Zuhörer sichtbar interessierte und amüsierte.
Doch diese blieben natürlich nicht untätig, sondern präsentierten im weiteren Verlauf ihre
Arbeitsergebnisse aus den Projektwochen. So erstaunte die 9.1 ihre MitschülerInnen mit teils
schockierenden Fakten im Zuge eines Menschenrechts-Quiz – so zum Beispiel mit der
Tatsache, dass in vielen Staaten der Erde noch immer Homosexuelle eingesperrt und
hingerichtet werden.
Die 9.3 präsentierte Hörspiele mit Alltagssituationen, die man vielleicht
zunächst gar nicht mit Menschanrechten verbindet. So beschweren sich zwei Schüler bei
ihrem Lehrer über die unfaire Bewertung ihrer Tests. Die Klassen 9.6 und 9.2 entschieden
sich für Video-Beiträge, mit denen sie den Schutz der Frauenrechte oder die Arbeit von
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International thematisierten. Zwischendurch
sorgte der Darstellen&Gestalten-Kurs von Frau Gülle und Herrn Weitzell dafür, dass sich der
Blick der Besucher von der Leinwand löste. In einer großartigen Performance formulierten
die einheitlich in schwarz gekleideten und ausdrucksstarken SchülerInnen ein
beeindruckendes Plädoyer für ein vereintes und humanitäres Europa. Abgerundet wurde die
Veranstaltung letztlich von der 9.4, die unter anderem eine Weltkarte präsentierte, in der
farblich dargestellt wurde, in welchen Ländern die Menschenrechte in welchem Ausmaß
eingehalten werden. Zudem hatte sich die Klasse etwas Besonderes überlegt: Um sich aktiv
für die Einhaltung von Menschenrechten einzusetzen, riefen sie zu Unterschriften für
Menschen in Not auf. Denn schließlich sind Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit –
und vor allem etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt!