Der D&G Kurs Jahrgang 10 und der Berg der Bedeutung

Unter Leitung von Stephanie Stumpf und Katrin Leuthe inszenierte der D&G-Kurs Jahrgang 10 in seiner Abschlussproduktion am 4.4. um 19:00 eine Bearbeitung des Romans von Janne Teller „Nichts, was im Leben wichtig ist.“

Der viel gelobte JugendromanNichts – Was im Leben wichtig istvon Janne Teller überrascht in vielen Punkten.

Pierre Anthon, einer der Protagonisten des Buches, verkündet eines Tages:

Nichts bedeutet irgendetwas, das weiß ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgend etwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.“

Pierre Anthon verlässt nach dieser Aussage seine Klasse und sitzt fortan nur noch auf dem Pflaumenbaum vor seinem Haus. Dort übt er sich im Nichtstun.

Seine Klassenkameraden sind verwirrt und überlegen, ob Pierre Anthon nicht vielleicht Recht hat und wirklich nichts eine Bedeutung hat. Sie kommen aber alle zu dem Schluss, dass es irgendetwas geben muss, was von Bedeutung ist und möchten Pierre Anthon dies beweisen, indem sie Dinge auf dem Berg der Bedeutung zusammen tragen. Doch dann eskaliert das Ganze, als ein Fahrrad mit der Unschuld eines Mädchens gleichgesetzt wird. Und es kommt noch schlimmer…

Der Darstellen und Gestalten Kurs des 10.Jahrgangs hat sich diesen anspruchsvollen, aber auch spannenden Roman für seine Abschlussproduktion vorgenommen. Die Aufführung war ein großer Erfolg und das Publikum honorierte die großartigen schauspielerischen Leistungen mit Applaus und positiven Rückmeldungen. Mit ausdrucksvoller Körpersprache unterstrichen die Darsteller Text und Aktion. So formten sie mit Gegenständen, Tagebuch, Klavier, „abgeschnittenen Finger“ den „Berg der Bedeutung“, holten weitere „Bedeutungen“ hervor und blieben auch immer sachlich angemessener Vortragshaltung verhaftet. Es war eine mit eigenen Ideen erarbeitete und ausgeführte Darbietung des Romans.