Verrücktes Blut an der LMG

Der Literaturkurs des Jahrgangs 12 unter der Leitung von Frau Stephanie Stumpf zeigte am 19. und 20. Juni 2018 im Pädagogischen Zentrum eine Adaption des Stückes „Verrücktes Blut“ von Nurkan Erpulat und Jens Hillje.

Es handelt sich um ein Spiel mit Klischees und Vorurteilen, um einen Kampf um Toleranz und Menschlichkeit, wobei sich provokante Szenen mit berührenden Momenten abwechseln.

Zum Inhalt: Der Schauplatz ist die Schule. Die Deutschlehrerin Sonia Kelich möchte ihrer „Problemklasse“ die klassische Literatur, insbesondere die Dramen von Friedrich Schiller, nahebringen, da sie an das Gute im Menschen glaubt und hofft, dass etwas von Schillers Vorstellungen von Moral und Freiheitskampf ihre Schüler beeindrucken könnte. Doch auch in der Klasse stürmt und drängt es. Die Schüler randalieren im Unterricht. Plötzlich fällt im Gerangel eine Pistole auf den Boden. Sonia Kelich reagiert blitzschnell – und es beginnt ein irrwitzig-lustvolles und provokantes Durcheinander der vermeintlich klaren Rollen und Identitäten. Nichts ist so, wie es scheint. (Stu)

Es entwickelte sich an den beiden Abenden im gut besuchten PZ eine unterhaltsame Aufführung, während der das begeisterte Publikum ein ums andere Mal von den verschiedenen Wendungen überrascht und irritiert wurde – und als man dachte, das Stück sei vorbei, hallte ein Schuss durch den Saal, der die Zuschauer von ihren Sitzen riss – und Mitten zurück in das Stück schmiss… Nicht das einzige Spiel mit der Grenze zwischen Fiktion und Realität, denn auch während des Stückes wurden die Zuschauer einbezogen und mussten über das Schicksal der Figuren abstimmen.

Allen Darstellerinnen und Darstellern, sämtlichen anderweitig Beteiligen sowie natürlich Frau Stumpf sei für diesen unterhaltsamen und spannenden Abend sehr herzlich gedankt!

…und hier noch ein paar Eindrücke des Abends: