Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Am 11. Dezember 2017 präsentierten der „Darstellen und Gestalten“-Kurs sowie die Klassen des neunten Jahrganges und unsere SV die Projektergebnisse zum Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Bereits seit 2009 sind wir Mitglied in dem gleichnamigen Netzwerk. Zahlreiche Veranstaltungen von der Luftballonaktion des fünften Jahrgangs über die Aktivitäten unserer SchülerInnenvertretung bis hin zu der regelmäßigen Oberstufendiskussion mit unserer SOR-SMC-Patin Lale Akgün sowie den Projektpräsentationen unseres neunten Jahrganges zeugen von unseren umfangreichen Aktivitäten.

Im diesem Jahr stand Montag, der 11. Dezember 2017, ganz im Zeichen von SOR-SMC. Zunächst diskutierte Lale Akgün mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Sozialwissenschaftskurse unserer Oberstufe über das Islambild in Deutschland, das Verhältnis von Christentum und Islam sowie das deutsch-türkische Verhältnis.

Auch aktuelle politische Ereignisse wie Trumps Äußerungen zu Jerusalem oder die türkische Innenpolitik fanden Erwähnung. Gerade beim letztgenannten Thema ging es durchaus hoch und heiß her. Kontrovers und mitunter sehr emotional wurde über die Bewertung von Erdogans Präsidentschaft in der Türkei und deren Folgen für Presse- und Meinungsfreiheit diskutiert.

In der fünften und sechsten Stunde präsentierten dann die Klassen unseres neunten Jahrganges, unsere SchülerInnenvertretung sowie Schülerinnen und Schüler aus unserem „Darstellen und Gestalten“-Kurs auf der SOR-SMC-Festveranstaltung im Pädagogischen Zentrum ihre Projekt- und Arbeitsergebnisse in der Auseinandersetzung mit den vielfältigen Aspekten des Themenkomplexes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Während im vergangenen Schuljahr die großen Weltreligionen und ihr Verhältnis zueinander im Mittelpunkt des Interesses standen, stellten sich unsere Schülerinnen und Schüler dieses Jahr die Frage „Sind wir nicht alle ein bisschen anders?!?“. Nach der Begrüßung durch unsere Didaktische Leiterin Frau Petra Lebens wurde die Präsentation der Ergebnisse im Pädagogischen Zentrum durch Schülersprecher Igor Ristic und SV-Mitglied Luca Schwarz moderiert.

Im „Integrationscheck“ der Klasse 9.4., einem selbst geschriebenen Theaterstück, wurde der vielfach vorurteilsbehaftete Umgang mit der alltäglichen Erfahrung von Andersartigkeit thematisiert. Die Klassen 9.1. und 9.2. setzten sich mit Toleranz und Akzeptanz in Fragen der sexuellen Identität auseinander und thematisierten so die weit verbreitete Homophobie in unserer Gesellschaft. Passend dazu präsentierte der DG-Kurs des neunten Jahrganges seine eindrucksvollen Kurzfilme unter dem Titel „Mein Coming-Out“.

Die anderen neunten Klassen hatten sich dem Thema Flucht und Vertreibung gewidmet. Heraus kamen eindrucksvolle künstlerische Auseinandersetzungen in Form von Pappmaché-Skulpturen der Klasse 9.5. Die Klasse 9.6. schließlich präsentierte ihre Unterstützungsmaßnahmen für die Flüchtlingskinder im ehemaligen Porzer Praktika-Baumarkt in Form einer zehnminütigen filmischen Dokumentation.

Doch nicht nur auf der Bühne, auch vor dem ‚PZ‘ fanden sich die Projektergebnisse in Form von Plakaten, Informationsständen und künstlerischen Präsentationen:

Einen besonderen Beitrag hatte auch unsere SchülerInnenvertretung vorbereitet: Sie präsentierte ihre SOR-SMC-Fotoaktion. Alle 1300 Schüler unserer Schule hatten hierfür auf unserem Schulhof den Schriftzug „SOR SMC 2017“ nachgestellt – ein beeindruckendes Zeichen gegen Rassismus und für Zusammenhalt!

Auf diesem Wege sei nochmals allen Beteiligten, den Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrerinnen und Lehrern für ihr tolles Engagement, ihre kreativen Ideen und Aktivitäten gedankt!