Das Fach Islamischer Religionsunterricht stellt sich vor

Der bekenntnisorientierte Islamische Religionsunterricht wird seit 2013 als ein neues ordentliches Lehrfach in Nordrhein-Westfalen angeboten. Nach Erstellung des schulinternen Curriculums wurde es ein Jahr darauf an der Lise-Meitner-Gesamtschule Köln-Porz eingeführt. Die Einführung des Faches hat zu einem großen Interesse seitens der Schülerschaft und der Eltern geführt. Mit dem schulinternen Curriculum haben wir eine solide Grundlage und Transparenz für unsere schulische Arbeit geschaffen. Die Inhalte und Themen orientieren sich an dem Kernlehrplan des Islamischen Religionsunterrichts in NRW für die Sekundarstufe I.

Wer darf daran teilnehmen?

Teilnehmen dürfen in der Regel alle Schülerinnen und Schüler aller Nationen und ethnischer Herkünfte, die ein Interesse an der Religion Islam mitbringen. Die Eltern/Erziehungsberechtigten müssen lediglich bei der Schulanmeldung ihren Wunsch an der Teilnahme im Fach IR schriftlich angeben. Siehe dazu § 132 a (2).

Leistungsbewertung

Die Leistungsbewertung erfolgt zum einen durch Tests oder Lernzielkontrollen und zum anderen durch die Benotung der sonstigen Leistungen, in die die Mitarbeit im Unterricht, die Erledigung von Schul- und Hausaufgaben sowie Präsentationen oder ähnlichen Vorträgen mit einfließen.

Die Note des Faches auf dem Zeugnis ist versetzungs- und abschlusswirksam. Der Unterricht darf nur  von Lehrerinnen und Lehrern erteilt werden, die muslimischen Glaubens sind und die sogenannte Idschaza (Lehrerlaubnis) vom Beirat für den Islamischen Religionsunterricht in NRW erhalten haben.

Themen und Inhaltsfelder

Im Einzelnen wird der Unterricht an den Grundprinzipien des Islam orientiert durchgeführt und ist konfessionsübergreifend.  In den Jahrgängen 5 bis 10 werden folgende Inhaltsfelder behandelt:

  1. Islamische Glaubenslehre
  2. Die Gemeinschaft der Propheten
  3. Entwicklungsgeschichte des Islam
  4. Der Koran und die Sunna
  5. Islamische Religionspraxis
  6. Verantwortliches Handeln
  7. Andere Religionen und Weltanschauungen

Ziele des Faches

Die Ziele des Faches können zusammenfassend folgendermaßen formuliert werden:

Entwicklung einer religiösen Handlungskompetenz, zu der eine kritische Trennung von Religion und Tradition, Vermittlung von Basiswissen und Aufklärung gehören sowie Aneignung einer bewussten Religiosität, zu der eine respektvolle Begegnung mit anderen Religionen und Weltanschauungen gehören, um das Zusammenleben zu stärken und Vorurteile abzubauen sowie die Befähigung zu einem eigenverantwortlichen Umgang mit dem Glauben auf der Grundlage islamischer Quellen.

Weiterführung in der Sek II

Die Einführung des Faches im  kommenden Schuljahr 2017 in der Sekundarstufe II ist in Planung, dessen Inhalte und Themen sich an dem Kernlehrplan Islamischer Religionsunterricht in NRW in der Sekundarstufe II orientieren werden. Auch dazu wird ein schulinternes Curriculum erstellt.

Kooperation

Die Fachgruppe Islamischer Religionsunterricht kooperiert mit den evangelischen und katholischen Religionsfachgruppen sowie mit den naheliegenden Religionsgemeinden, wie der DiTiB Mevlana-Moschee in Köln-Porz und mit dem Begegnungszentrum Synagogen-Gemeinde Köln-Porz (Kontakt: Fr. Stella Shcherbatova).

Wir, als Fachgruppe IRU an der Lise-Meitner-Gesamtschule Köln-Porz, sind uns unserer Aufgabe und der Verantwortung für die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße bewusst und arrangieren durch unseren individuell fördernden und kompetenzorientierten Unterricht Lernsituationen, die Antworten auf Fragen im Entwicklungsprozess der religiösen Identität der Schülerinnen und Schüler anbieten.