FairTrade-Flower-Power am Weltfrauentag!

Im Rahmen unseres langjährigen FairTrade-Engagements besuchten uns anlässlich des Weltfrauentages am 8. März 2018 zwei Frauen aus Kenia, die über ihre Aktivitäten zum Ausbau des FairTrade-Ansatzes und die ganz alltägliche Arbeit in einer fair geführten Blumenfarm berichteten.

Erst vor Kurzem wurde unsere bereits seit 2015 bestehende Auszeichnung als FairTrade-School verlängert – und als ebensolche Auszeichnung begreifen wir es, dass der TransFair e.V. dies zudem zum Anlass genommen hat, uns eine ganz besondere Veranstaltung zu vermitteln: „FairTrade-Flower-Power am Weltfrauentag“!

Esther Juma, Blumenarbeiterin einer kenianischen Fairtrade-Farm, und Serah Mwangi, Genderbeauftragte bei Fairtrade Africa, berichteten den MitarbeiterInnen unserer Schülerfirma ökotec sowie Schülerinnen und Schülern verschiedener Oberstufenkurse am 8. März von 10:00 bis 12:00 Uhr in unserer Schulbibliothek über die alltägliche Arbeit auf der Fairtrade-Blumenfarm ‚Bigot Flowers‘, die Möglichkeiten speziell zur Unterstützung von afrikanischen Arbeiterinnen und Bäuerinnen durch Handel und Kauf fair gehandelter Produkte sowie die allgemeinen Aktivitäten zum Ausbau fairer Produktions- und Handelsstrukturen in Afrika.

Eine Woche waren die beiden Frauen in Deutschland unterwegs – da freut es uns natürlich besonders, dass sie auch bei uns Station gemacht haben, was auch in der Lokalpresse auf großes und sehr positives Echo stieß: So berichteten Porz am Montag und die Kölnische Rundschau über die Veranstaltung.

Die 29-jährige Esther Juma arbeitet schon seit fünf Jahren in der kenianischen Blumenfabrik Bigot Flowers und ist Mutter von zwei Töchtern. „Frauen, die auf Fairtrade-Blumenfarmen arbeiten, haben Zugang zu Arbeitsrechten. Diese Rechte sind wichtig, damit Frauen in ihren Familien und am Arbeitsplatz eine starke Rolle einnehmen können“, so Esther Juma.

Serah Mwangi ist Genderbeauftragte von Fairtrade Africa, dem Produzentennetzwerk aller Fairtrade-zertifizierten Produzentengruppen in Afrika. Die Produzentennetzwerke haben 50 Prozent Stimmrecht im Fairtrade-System und unterstützen die ProduzentInnen dabei, ihre Interessen im globalen Handel zu vertreten. Serah Mwangi hat schon viele Jahre Berufserfahrung in dem Bereich. Sie betonte, dass Gleichberechtigung nur dann funktionieren kann, wenn alle zusammenarbeiten: „Für unsere Genderarbeit bei Fairtrade involvieren wir sowohl Frauen als auch Männer, etwa indem wir sie zu Genderthemen schulen. Für Geschlechtergerechtigkeit müssen sich Frauen und Männer gemeinsam einsetzen.“

Eingebettet waren die Informationsveranstaltungen im Laufe dieser Woche in die bundesweite FairTrade Rosenaktion zum Weltfrauentag. Unsere SchülerInnenvertretung nahm dies im Anschluss an die Info-Veranstaltung zum Anlass, ihrerseits fair gehandelte Rosen an die Lehrerinnen unserer Schule zu verteilen.