Ein Lichterfest in der dunklen Jahreszeit

Schülerinnen und Schüler der LMG nahmen am Chanukka-Fest der Synagogengemeinde Köln und des Porzer Arbeitskreises der Kinder Abrahams vor dem Porzer Rathaus teil.

Beeindruckend war die Zeremonie – und zugleich erinnerte sie an die christlichen Traditionen des Adventskranzes und des weihnachtlichen familiären Beisammenseins: Am 18. Dezember besuchten Schülerinnen und Schüler der LMG in Begleitung ihrer Religionslehrerin Frau Tewes das Chanukka-Fest vor dem Porzer Rathaus, zu dem alle Porzer Bürgerinnen und Bürger eingeladen waren. Gemeinsam mit ca. 100 Besucherinnen und Besuchern hörten sie die Erklärungen des Rabbiners der Kölner Synagogengemeinde zur Bedeutung des Festes:

Es wird an das Lichtwunder und die Wiedereinweihung des Zweiten jüdischen Tempels (ca. 164 v. Chr.) erinnert, als die Juden nach griechischer Belagerung ihren zerstörten Tempel zurück erobert hatten. Es gab anschließend, so die Überlieferung, kaum noch Öl für das Tempellicht und doch brannte die Lampe für ganze acht Tage – genug Zeit, um neues geweihtes Öl herzustellen.

Nach der Rede entzündete der Rabbiner den Chanukka, den achtarmigen Leuchter – das traditionelle Ritual zur Erinnerung an das Lichtwunder. Zudem isst man zu Chanukka in Fett gebackene Speisen. Die gab es auch an dem Abend für alle Anwesenden: eine Art Berliner.

Nach weiteren Reden und Ansprachen tanzten alle Anwesenden gemeinsam auf dem Rathausplatz – ein schönes Symbol für den Glauben und den interreligiösen Austausch.